Neue Anlaufstelle im Berliner Blaulichtmilieu
Berlin, 04.05.2009.
Am Bundeswehrkrankenhaus Berlin wurde die neue Rettungswache für den Bundeswehr-Rettungsdienst offiziell und feierlich in Dienst gestellt.
Bei sonnigem Wetter nahmen zahlreiche Gäste aus Bundeswehr, Politik, Wehrverwaltung und Vertreter der bauausführenden Behörden sowie die Berliner Feuerwehr an der Übergabe der Rettungswache teil.

Dank und Zusammenarbeit
In seiner Eröffnungsansprache bedankte sich der Chefarzt, Oberstarzt Dr. Wolfgang Düsel, bei den verantwortlichen Dienststellen, die zur erfolgreichen Durchführung des Bauvorhabens beigetragen haben.
Der Leiter des Rettungsdienstes, Flottenarzt Dr. Michael Benker, betonte in seiner Rede die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Berliner Berufsfeuerwehr.
Das Bläserquintett des Luftwaffenmusikkorps 4 gab der Veranstaltung einen feierlichen Rahmen. Die zünftige Kelle Erbsensuppe aus der Feldküche für die geladenen Gäste rundete die Feierstunde ab.
Auf Anforderung abgestimmt
Mit der Rettungswache stehen dem Bundeswehr-Rettungsdienst in Berlin neue Diensträume für den Betrieb des Notarzt- und des Rettungswagens zur Verfügung, die den Anforderungen an den Rettungsdienst gerecht werden.
Beide Rettungsmittel sind rund um die Uhr besetzt und seit ihrer Indienstnahme 1996 bzw. 2008 feste Bestandteile der Berliner Notfallrettung.

Einsatzzahlen
Im Jahr 2008 alarmierte die Rettungsleitstelle der Berliner Feuerwehr die Bundeswehr zu 3764 Notarzt- und 4258 Rettungseinsätzen. 2009 waren es bis Anfang April bereits 974 Einsätze für den Notarzt- und 1290 für den Rettungswagen.
113 Rettungsassistenten wurden im Jahr 2008 und bereits 54 im Jahr 2009 auf den Rettungsmitteln ausgebildet und in Übung gehalten.
Eine solch verantwortungsvolle Aufgabe kann nur durch das hohe Engagement sowie die Kompetenz des Personals, aber auch durch enge Kooperationen mit zahlreichen Partnern bewältigt werden.
Gegenseitiges Vertrauen
Die Zusammenarbeit mit der Berliner Feuerwehr als Träger des Rettungsdienstes ist durch gegenseitiges Vertrauen geprägt und geht über die Teilnahme am Rettungsdienst hinaus.
So wurden gemeinsame Projekte im Bereich des medizinischen ABC-Schutzes, der technischen Rettung sowie der Gestaltung neuer Dokumentationssysteme gemeinsam bearbeitet und voran gebracht.
Die Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin der Charité Campus Virchow-Klinikum und Berlin-Mitte beteiligen sich seit Jahren im Rahmen einer bestehenden Kooperation mit ihren Notärzten.
Im Rahmen der gemeinsamen wissenschaftlichen Arbeitsgruppe Rettungsmedizin wurden wichtige Fragen auf diesem Gebiet untersucht.
Ausblick
In Zukunft sollen neben den bereits vorhandenen Notarztwagen weitere Rettungsfahrzeuge beschafft werden. Diese sind zur Absicherung der notfallmedizinischen Versorgung von politischen und gesellschaftlichen Großereignissen sowie öffentlichen Auftritten der Bundeswehr notwendig.


